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30.03.2010 - Konzernabschluss 2009: Süd-Chemie in schwierigem Geschäftsumfeld gut behauptet - Umsatz und Ergebnis moderat unter Vorjahr; Unternehmen blickt optimistisch ins Jahr 2010

- Umsatz sinkt um 10 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro
- EBITDA-Marge mit 15,3 Prozent deutlich verbessert
- Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) mit 103,5 Mio. Euro (-11 Prozent) aufgrund von Sondererträgen besser als erwartet
- Erfreuliche Geschäftsausweitung in Schwellenländern Asiens
- Ausblick für 2010: Umsatz steigt um 5 Prozent, bereinigtes EBIT um 10 Prozent

In schwierigem Geschäftsumfeld gut behauptet

Die Süd-Chemie AG, München, hat sich im Krisenjahr 2009 vergleichsweise gut behauptet. Aufgrund des rezessionsbedingt drastischen Nachfragerückgangs in zahlreichen Kundensegmenten sank der Umsatz des weltweit führenden Spezialchemieunternehmen für Adsorbentien, Additive und Katalysatoren um 10 Prozent auf 1,072 Mrd. Euro (2008: 1,191 Mrd. Euro). In der Region Asien/Mittlerer Osten, deren dynamische Schwellenländer die Rezession schnell hinter sich ließen, wurden Umsatzzuwächse um 10 Prozent oder 33,8 Mio. Euro erzielt. Diese federten die rezessionsbedingten Rückgänge in Europa und Nordamerika ab. Die Süd-Chemie erwirtschaftete 2009 insgesamt 85 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands und bereits über ein Drittel in der Region Asien/Mittlerer Osten.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) sank im Vergleich zum Rekordergebnis des Vorjahres (2008: 116,9 Mio. Euro) um 11,5 Prozent auf 103,5 Mio. Euro und lag damit über den Erwartungen. Das EBIT enthält allerdings positive Sondereinflüsse in Höhe von 14,9 Mio. Euro (2008: 10,5 Mio. Euro), die vor allem auf einen Sonderertrag im Zuge der Akquisition eines Katalysatorenstandorts in China zurückzuführen sind. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen (EBITDA) ging 2009 lediglich um 1,2 Prozent auf 163,8 Mio. Euro zurück. Mit einer im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent verbesserten operativen Ergebnismarge (EBITDA-Marge) hat das Unternehmen in der Wirtschaftskrise seine Ertragskraft behauptet. Der Konzernjahresüberschuss ging 2009 um 21,5 Prozent auf 45,4 Mio. Euro zurück. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 eine unveränderte Dividende von 1,10 Euro je Aktie vorschlagen.

Ein frühzeitig beschlossenes und konsequent umgesetztes Sparpaket, das neben allgemeinen Kostensenkungen einen weitgehenden Einstellungsstopp, Kurzarbeit, Investitionskürzungen und Maßnahmen zum Abbau des Umlaufvermögens umfasste, sicherte im Rezessionsjahr die gute Liquiditäts- und Ertragssituation des Unternehmens nachhaltig.

Innovations- und Wachstumsstrategie fortgesetzt, Finanzlage solide

Trotz Rezession und Sparmaßnahmen hat Süd-Chemie die nachhaltige Wachstums- und Innovationsstrategie auch 2009 fortgesetzt. So steigerte das Unternehmen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Vorjahresvergleich um 10 Prozent auf 57,7 Mio. Euro. Trotz eines Rückgangs zum Vorjahr um 45 Prozent lagen die Investitionen mit 67,7 Mio. Euro weiter deutlich über den Abschreibungen. Sie wurden vor allem für den Aufbau von Produktionsanlagen in Zukunftstechnologien in Deutschland wie etwa die Dieselabgaskatalyse sowie zur Finanzierung des starken Wachstums in Asien, insbesondere China, verwendet. Die Eigenkapitalquote stieg um 1,9 Prozentpunkte auf 35,3 Prozent. Die Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen wegen niedriger Verkäufe von Kundenforderungen geringfügig um 5,3 Prozent auf 362,5 Mio. Euro. Der dynamische Verschuldungsgrad als Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA verschlechterte sich nur leicht von 2,1 im Vorjahr auf 2,2. Damit verfügt die Süd-Chemie weiterhin über eine solide Finanzierungsstruktur und ausreichend Liquiditätsspielraum.

Geschäftsentwicklung der Segmente

Die Geschäftsentwicklung war in den Geschäftsbereichen unterschiedlich. Der Geschäftsbereich Katalysatoren-Technologie entzog sich dem Abwärtstrend in der chemischen Industrie und erreichte dank projektbedingter Zuwächse im Petrochemie- und Raffineriegeschäft insbesondere in Asien mit 441,2 Mio. Euro nahezu das Umsatzniveau des Vorjahres (2008: 443,7 Mio. Euro). Inzwischen macht das Geschäft mit Industriekatalysatoren gut 40 Prozent des Konzernumsatzes aus. Ebenso robust entwickelten sich der Geschäftsbereich Schutzverpackungen, dessen Produkte unter anderem in der 2009 sehr stabilen Pharmaindustrie eingesetzt werden (Umsatzplus von 1,9 Prozent auf 126,3 Mio. Euro), und der Geschäftsbereich Wasserbehandlung (Umsatzplus von 0,9 Prozent auf 67,6 Mio. Euro). In den beiden Geschäftsbereichen Adsorbentien und Additive (Umsatzminus von 11,3 Prozent auf 238,7 Mio. Euro) sowie Gießereiprodukte und Spezialharze (Umsatzminus von 32,7 Prozent auf 162,8 Mio. Euro) führte das Geschäft mit Gießereichemikalien und -zusatzstoffen für die von der Rezession stark getroffenen Branchen Automobilindustrie und Maschinenbau zu deutlichen Umsatzrückgängen. Auch der Geschäftsbereich Energie und Umwelt, der in zyklischen Abnehmermärkten wie der Halbleiter- und Chemieindustrie tätig ist und dessen Geschäfte zum Teil Start-up-Charakter haben, hatte mit starken Umsatzrückgängen (Umsatzminus von 23,1 Prozent auf 35,0 Mio. Euro) zu kämpfen.

Ausblick auf 2010

Ende 2009 hat sich das Geschäftsumfeld nach der tiefen Rezession aufgehellt. Die Weltwirtschaft und der globale Chemiemarkt als wichtigste Kundenbranche der Süd-Chemie sind wieder auf einen Wachstumspfad eingeschwenkt. Deshalb und aufgrund der harten Sparmaßnahmen des Jahres 2009 ist der Vorstand der Süd-Chemie optimistisch, dass das Unternehmen 2010 wieder auf einen profitablen Wachstumskurs zurückkehren wird. Das Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2010 voraussichtlich einen Konzernumsatz von 1,125 Mrd. Euro erreichen; das entspricht einem Plus von rund 5 Prozent. Auch die Profitabilität wird 2010 sich wieder verbessern. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBIT wird 2010 um rund 10 Prozent steigen. Eine weiter erstarkende Weltwirtschaft vorausgesetzt, wird die Süd-Chemie 2011 ihr Geschäft und ihre Profitabilität weiter dynamisch verbessern.

Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, sagte: "Trotz des kräftigen wirtschaftlichen Abschwungs haben wir uns im Rezessionsjahr vergleichsweise gut behauptet und unsere führenden Marktpositionen ausgebaut. Im Vergleich zum Branchendurchschnitt haben wir uns mit relativ moderaten Umsatz- und Ergebnisrückgängen respektabel geschlagen. Für den globalen Aufschwung im laufenden Jahr und darüber hinaus sind wir gerüstet und optimistisch, dass Süd-Chemie 2010 wieder auf ihren nachhaltigen profitablen Wachstumskurs zurückkehren wird."

Der Konzernjahresabschluss 2009 der Süd-Chemie AG ist unter www.sud-chemie.com abrufbar.

München, 30. März 2010

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die außerhalb der Möglichkeiten der Süd-Chemie bezüglich einer Kontrolle oder einer präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung erwarteter Synergien sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der Süd-Chemie weder beabsichtigt noch übernimmt die Süd-Chemie eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Über die Süd-Chemie

Die Süd-Chemie (www.sud-chemie.com) ist ein in Deutschland börsennotiertes (WKN: 729 200) weltweit tätiges Spezialchemieunternehmen mit Sitz in München. Wesentliche Märkte des Unternehmensbereichs Adsorbentien sind die Konsumgüter-, Verpackungs-, Gießereiindustrie sowie die Wasserbehandlung. Produkte des Unternehmensbereichs Katalysatoren bieten unter anderem Lösungen für die Chemie-, Petrochemie- und Raffinerieindustrie, die Energie-speicherung, Wasserstoffproduktion und Abluftreinigung. Gemeinsamer Nenner aller Produkte und Leistungen der Süd-Chemie ist der effiziente und schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen zur Schaffung von mehr Lebensqualität für Mensch und Umwelt. Die Süd-Chemie erzielte 2009 einen Konzernumsatz von 1,072 Mrd. Euro, davon knapp 85 Prozent im Ausland. Ende 2009 beschäftigte der Konzern knapp 6.500 Mitarbeiter an weltweit 80 Produktions- und Vertriebsgesellschaften.

 

Für Rückfragen:

Süd-Chemie AG
Unternehmenskommunikation
Patrick Salchow,
Jochen Orlowski
Tel.: 089-5110-250, -247

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