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Bentonit

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Bentonit ist ein Ton, dessen Name ein amerikanischer Geologe ein- führte, als er um 1890 im Staate Wyoming (USA) in der Nähe von Fort Benton ein Tonvorkommen entdeckte.

Diesen Ton nannte er nach seiner Fundstätte "Bentonit". Hauptbestandteil und maßgebend für seine Eigenschaften ist das Tonmineral Montmorillonit, so benannt nach seiner Lagerstätte bei Montmorillon in Südfrankreich, wo das Mineral in Europa erstmals entdeckt wurde. Bentonit ist die Bezeichnung für ein Industriemineral, welches neben dem Hauptmineral Montmorillonit noch Begleitmineralien wie Quarz, Glimmer, Feldspat, Pyrit oder auch Kalk enthält.

Neben den Vereinigten Staaten findet man wirtschaftlich bedeutsame Bentonitvorkommen nahezu auf der gesamten VVelt.

Wichtige Bentonitvorkommen in Europa sind rund um das Mittelmeer, z. B. in Sardinien, Spanien, Frankreich, den griechischen Inseln, der Türkei und Marokko zu finden.

In Deutschland befinden sich die wirtschaftlich bedeutsamsten und derzeit größten Bentonitvorkommen in Bayern rechts und links der Isar, in der Gegend von Mainburg, Moosburg und Landshut. Wirtschaftlich unbedeutende Vorkommen gibt es noch in Schwaben und Niederbayern.

Montmorillonithaltige Tone kommen auch im Westerwald und in Schleswig Holstein vor.

Diese Vorkommen werden aber auf Grund ihres niedrigen Montmorillonitgehaltes nahezu ausschließlich für keramische Produkte eingesetzt.

 BENTONIT1

Naturton

JUWEL

Kostbares aus der Natur

Definition:

 

Tonmineral mit hohem Gehalt eines quellfähigen Smektits.

Wichtigstes Mineral:

 

Montmorillonit

Nebenbestandteile:

 

Kaolin

Glimmer

Quarz

Cristobalit

Feldspat

Calzit

Illit

Historie:

 

1898 Entdeckung der ersten Lagerstätte bei Fort Benton, Montana / USA (130 Mio Jahre alt)

Seit 1902 Abbau in Bayern

Genese:

 

Hydrothermale Umwandlung vulkanischer Aschen und Tuffe.

Hoher Anteil gelöstes Magnesium (Meerwasser) fördert Smektitbildung

Eigenschaften von Bentonit:

 

Kleinheit der Teilchen

Plättchenstruktur

Hohe spezifische Oberfläche

Negative Überschußladung der Kristallschichten

Hohe Ionenaustauschfähigkeit

Innerkristalines Quellvermögen

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